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Wieder mal Himmelfahrt. Wieder mal schönes Wetter .... im Wetterbericht angesagt. Irgendwas mit 28°C und viel Sonne.
Getrost fuhren wir in die Berge. Geplant war Altenberg und der Stürmer (Bournak) und die Talsperre Flaje , vielleicht auch bis Seiffen oder mal runter nach Osek (Kloster Ossegg). Bei immerhin 12°C (+ immerhin) waren wir diesmal zu dritt gegen 9 Uhr am Kahleberg. Über den Kamm blies auch ein ganz schöner Wind.

An der Grenze hieß es erstmal: "HALLO"! Wären wir doch glatt durchgefahren ..... Was da alles passieren kann .... Die blonde Grenzerin wollte doch unbedingt einen Blick auf unsere Paßfotos werfen. Gut, wenn man den denn dabei hat.
Den Weg rechts hatten wir gefunden. Die zweite Jacke wurde drüber gezogen. Und überall war trübes Wetter. Das lohnte gar nicht, zu fotografieren. Bei dem Wetter hatten wir den Stürmer schon mal abgeschrieben. Wir blieben an der Grenze und fuhren rechts die Schotterwege ab. Die Tour sollte sich zur Kammtour entwickeln. Immer obenauf im Osterzgebirge. Immer hart am Wind.
Der Bahnhof von Moldava ist fest in vietnamesischer Hand. Also ging es schnell vorbei an Gartenzwergen und DVDīs.
Auf einem Faltblatt wurde das Hotel MOLDAVKA empfohlen. Einfach geradeaus. Naja, so einfach nun wieder nicht, aber über Böhmens Wiesen und Felder war die erste Bierstation schnell erreicht.
Und da es gerade so schön warm war, gab es Gulasch mit Knedliky, wie es sich gehört.
Auf den Wiesenwegen kamen wir nach Horny Ves. Die mit Fotoapparaten bewaffneten älteren Leute, dass in jenem Haus Ihre Großmutter gewohnt hat und dergleichen. Aber wieder hier wohnen wollten sie nicht. Aber die Gegend ist wunderschön. Jedenfalls kam justament in diesem Augenblick die liebe Sonne raus und wir wünschten uns noch einen schönen Tag.
Am Grenzübergang von Cesky Jiretin wieder die gleiche Händler-Klientel. Wer kauft 1m große Gartenzwerge?????
Wir genehmigten uns zur Feier des Tages noch ein letztes böhmisches Bier und überschritten an offizieller Stelle wieder die Grenze. Diesmal ohne jegliche Kontrolle. So gehts eben auch.
Über den Grenzweg kamen wir nach Holzhau und von dort auf der alten Bahntrasse (ehemals von Freiberg nach Brüx (Most)) gingīs relativ bequem zum alten Bahnhof von Hermsdorf.
Die Bahnsteige sind noch beschriftet und der Wasserkran steht noch, aber die Gleise fehlen. Hier kann man sich mit Rechenberger Bier oder auch mit Pasta stärken. Wir haben die Kombination aus beiden getestet. Aber so ein, oder auch zwei Bier, sollen in die Beine gehen, sagt man ... Also Obacht!
An der Grenze ging es auf beschilderten Langlaufloipen nach Rehefeld-Zaunhaus. Sehr schön hier! Very idyllisch! Hier könnte man bleiben, zumal sich die Sonne wieder mal sehen ließ.
Im Prinzip waren wir damit fast wieder am Ausgangsort angelangt. Die Strecke war uns aber zu kurz und ein Kaffee wäre auch nicht schlecht gwesen. Unter Einbeziehung der PUTZMÜHLE wollten wir dieses Manko beseitigen. Der Plan gelang. Kaffee und heißer Apfelstrudel. Ich glaubī, am heutigen Tag waren wir damit die einzigsten.

Am Pöbelbach fuhren wir - gegen die Strömung - zurück und, was soll ich sagen: Kettenriss am Kahleberg! Ich erwähnī das nur mal so nebenbei. So, das wars.
Ach ja, wieso eigentlich harte Tour? Für einige war es der kalte Wind, für andere wiederum schwere Beine (wie sie es nennen). Irgendwann machte der Name jedenfalls die Runde.